Sanierung

Sanierung der Windmühle Paula

Nach langen Verhandlungen konnte im Frühjahr 2004 mit der Sanierung des Mühlengebäudes begonnen werden. Der Chef des Tiefbauamtes der Stadt Wunstorf Rüdiger Stucke hatte – über seine Pensionierung hinaus – die Bauleitung übernommen.

Zusammen mit Dipl. Ing. Wolfgang Ness vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege wurden die einzelnen Schritte der Restaurierung festgelegt, die von der Mühlenbaufirma Wilhelm Pätzmann aus Winsen an der Luhe, der Firma Geisler-Bau aus Mandelsloh, Dachdeckermeister Friedrich Suhr aus Wulfelade, der Firma Presuhn aus Wunstorf und dem Büro für Baustatik Wilhelms + Radeloff aus Bordenau ausgeführt wurden.

Zunächst wurde die Mühle demontiert. Der Abbau begann mit den Flügeln. Als nächstes folgte die Windrose, bevor die 13 t schwere Mühlenkappe abgehoben wurde.

Rüdiger Stucke hoffte auf ein gutes Gelingen der Sanierungsmaßnahmen und schenkte Hermann Meuter, Vorsitzender des Windmühlenvereins, Heinz-Dieter Büsselberg, Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der Steinhuder Windmühle und Rüdiger Hagen, dem Betreuer und guten Geist der Steinhuder Windmühle einen „Mühlenschluck“ ein.

Das Fundament u. ein Betonringanker wurden im Juni 2004 erneuert. Heinz-Dieter Büsselberg, freute sich mit Rüdiger Stucke und Rüdiger Hagen über die von Hans Ludwig Dreyer überbrachte Spende der Volksbank Wunstorf ebenso, wie über eine Spende der Stadtsparkasse Wunstorf.

Der nach oben offene Mühlenkörper wurde mit einem provisorischen Folien-Dach abgedeckt und das alte „Kleid“ entfernt.

Über der aufgebockten Mühlenkappe wurde zum Schutz gegen die Witterung für die Zeit der Sanierungsarbeiten ein Zelt errichtet. Unter diesem Dach werkelten die Mitarbeiter der Firma Pätzmann, der Bauhof der Stadt Wunstorf, die Firma Suhr und Rüdiger Hagen.

Die Firma Presuhn verpasste „Paula“ ein neues „Unterkleid“, 12 von 16 Feldkreuzen aus dem Wandverband mussten erneuert werden. Neue Fenster und die Tür kamen vom Bauhof, die Bitumenschindeln der Außenhaut von Dachdecker Presuhn.

Wolfgang Schulz übergab eine Spende des Lions-Club Steinhuder Meer und begutachtet die fast fertig gestellte Mühlenkappe.

Rüdiger Hagen, Gero Müller vom Mühlenverein Dudensen und Wolfgang Neß vom niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege verfolgten im Inneren der Mühle das punktgenaue Aufsetzen der sanierten Mühlenkappe.

Ein aus der Windmühle Lintig bei Bederkesa durch die Fa. Pätzmann übernommenes Stahlflügelkreuz hat die alten Flügel ersetzt, von denen zwei marode waren. Rüdiger Hagen ist weiterhin noch mit dem Wiederaufbau von Walzenstuhl, Mehlsichter und zugehörigem Antriebswerk u.v.m. beschäftigt.

Zur Restaurierung des Innenbereiches werden jedoch noch manche Anstrengungen nötig sein, um die Mühle auch im „Mahlbetrieb“ wieder ganz herzustellen und ein Nutzungskonzept umzusetzen. Der Verein und Rüdiger Hagen brauchen also auch weiterhin Unterstützung.

Für die tatkräftige Unterstützung dankt der Verein der Stadt Wunstorf, der Region Hannover, der Landesbehörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften, dem Schaumburg-Lippischen Heimatverein, allen oben genannten Institutionen, Handwerkern und Sponsoren, sowie auch für den Stromanschlußkasten der Firma eon Minden. Die Windrose kam anschließend wieder an ihren Platz.

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