Mühlen-Info Juli 2023

Die Sommersaison in unserer Mühle ist bislang erfolgreich verlaufen, die Sonntags- und Mittwoch-Öffnungen wurden gut angenommen und zahlreiche Besucher lernten unsere Mühle und Ihre Technik kennen.

Es wurden wieder fleißig Mahlprodukte hergestellt und auch die notwendigen Reinigungs- und Wartungsarbeiten wurden wie jeden Monat durchgeführt.

Ein Thema für Windmühlen sind natürlich immer der Wind und das Wetter. Die früheren Windmüller hatten noch kein Radio oder gar Internet, also keine Unterstützung was Wetterprognosen angeht. So musste auch die Wetterkunde beherrscht werden um rechtzeitig die richtigen Maßnahmen bei Gewittern und Sturm treffen zu können.

In diesem Sommer ist auffällig das es für die Jahreszeit extrem viel Wind und auch Gewitter gab, dies ist sicherlich auch in Zusammenhang mit dem Klimawandel zu sehen.

So konnte unsere Mühle in den letzten Tagen häufig drehen , zum Teil mit beiden Mahlgängen. Die Windverwirbelungen aus der Richtung Südosten mit den vielen Häusern und Bäumen waren aber extrem zu spüren.

Unsere Mühle war bei Starkwinden und nahenden Gewittern entsprechend gesichert und so konnte kein Schaden entstehen.

Hier ein wenig Wetterkunde:

Für den Müller ungefährliche Wolkenbildung Beispiel 1

Für den Müller ungefährliche Wolkenbildung Beispiel 2

Für den Müller ungefährliche Wolkenbildung Beispiel 3

Für den Müller gefährliche Wolkenbildung Beispiel 1

Für den Müller gefährliche Wolkenbildung Beispiel 2

Für den Müller gefährliche Wolkenbildung Beispiel 3

Definition – WIND

Entstehung

Hauptursache für Wind sind räumliche Unterschiede der Luftdruckverteilung. Dabei bewegen sich Luftteilchen aus dem Gebiet mit einem höheren Luftdruck – dem Hochdruckgebiet – solange in das Gebiet mit dem niedrigeren Luftdruck – dem Tiefdruckgebiet –, bis der Luftdruck ausgeglichen ist. Bei Wind handelt es sich daher um einen Massenstrom, der nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik eine Gleichverteilung der Teilchen im Raum und damit eine maximale Entropie anstrebt. Die zugehörige Kraft bezeichnet man als Druckgradientkraft.

Je größer der Unterschied zwischen den Luftdrücken ist, umso heftiger strömen die Luftmassen in das Gebiet mit dem niedrigeren Luftdruck und umso stärker ist der aus der Luftbewegung resultierende Wind.

Windrichtung

Die Windrichtung wird meist in Form einer Himmelsrichtung angegeben, aus der der Wind kommt. Man misst sie mit Wetterfahnen (Windsäcken). Nord- und Südwinde werden auch als meridionale Winde bezeichnet, Ost- und Westwinde als zonale Winde. Jede Windrichtung lässt sich in eine meridionale und eine zonale Komponente zerlegen.

Die Windrichtung wird durch die Lage von Tiefdruckgebiet und Hochdruckgebiet bestimmt. Dabei wird sie aber durch die Corioliskraft abgelenkt: auf der Nordhalbkugel in Bewegungsrichtung nach rechts, auf der Südhalbkugel nach links (Barisches Windgesetz).

Unterhalb der freien Atmosphäre wird der Wind zusätzlich durch Reibung beeinflusst und kann auch durch morphologische Strukturen wie Berge, Täler und Canyons stark variieren

(Beispiel: Föhn bzw. Fallwind, Aufwind, Talwind, Bergwind). Bei rotierenden Systemen wie Wirbelstürmen spielt zusätzlich die Zentrifugalkraft eine entscheidende Rolle.

Windstärke und Windgeschwindigkeit

Die Geschwindigkeit des Windes wird in Meter pro Sekunde (m/s), in Kilometer pro Stunde (km/h) oder in der Seefahrt sowie in der Luftfahrt in Knoten (1 kt = 1,852 km/h) mit einem Anemometer gemessen. Die höchsten je gemessenen Windgeschwindigkeiten von 500–650 km/h traten bisher nur in großen Höhen bei den sogenannten Jetstreams auf.

Die Stärke eines Windes wird – nach der sehr verbreiteten Beaufortskala – in der Einheit Beaufort (Bft) ausgedrückt.

•Winde zwischen 2 und 5 Bft werden als Brise bezeichnet.

•Winde mit Windstärken zwischen 6 und 8 Bft bezeichnet man als Wind mit den Abstufungen starker, steifer und stürmischer Wind.

•Bei Windstärken ab 9 Bft spricht man von einem Sturm.

•Winde mit der Windstärke 12 bezeichnet man als Orkan.

Eine heftige Luftbewegung von kurzer Dauer bezeichnet man als Bö.

Die Kraft des Windes

Die Kraft (Winddruck), die der Wind auf Gegenstände (wie z. B. auf eine Talbrücke) ausübt, nimmt quadratisch mit der Windgeschwindigkeit zu: doppelte Windgeschwindigkeit bedeutet vierfache Kraft. Die auf Bauwerke und Bauteile einwirkende Kraft des Windes wird als Windlast bezeichnet. Der Wind kann auch eine Sogwirkung ausüben.

Die kinetische Energie des Windes wird heute zunehmend als erneurbare Energieform genutzt und mit Windkraftanlagen erzeugt.

Quelle: WIKIPEDIA / Auszug

Barsinghausen, den 10. Juli 2023′ / Fred Wegener

Durchzug eines Tiedruckgebietes

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